Der mann von vierzig jahren

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Ngày đăng: 15/03/2020, 12:24

ProjectGutenberg'sDerMannvonvierzigJahren,byJakobWassermann ThiseBookisfortheuseofanyoneanywhereatnocostandwith almostnorestrictionswhatsoever Youmaycopyit,giveitawayor re-useitunderthetermsoftheProjectGutenbergLicenseincluded withthiseBookoronlineatwww.gutenberg.net Title:DerMannvonvierzigJahren Author:JakobWassermann ReleaseDate:April30,2005[EBook#15736] Language:German ***STARTOFTHISPROJECTGUTENBERGEBOOKDERMANNVONVIERZIGJAHREN*** ProducedbyMarkusBrennerandtheOnlineDistributedProofreadingTeam DerMannvonvierzigJahren EinkleinerRoman von JakobWassermann S Fischer,Verlag,Berlin 1913 ErstebiszehnteAuflage Man weiß von Sternen, die ohne ergründbare Ursache ihr Licht verlieren, um entwederfürkurzeFristoderfürimmerindieFinsternisdesunendlichenRaums zu entschwinden; so gibt es auch Menschen, deren Schicksal von einem gewissenZeitpunktabinDämmerungundDunkelheitgleitet EinsolcherMannwarderHerrvonErfftundDudsloch,dergegendasEndeder sechzigerJahredesvorigenJahrhundertszwischenWürzburgundKitzingenim unterfränkischen Kreis lebte Seine Wirtschaft und seine häuslichen Angelegenheiten befanden sich in gutem Stand; obwohl es ihm versagt war, einen Luxus zu entfalten, nach dem er sich bisweilen in müßigen Stunden sehnenmochte,erlaubtenihmseineVermưgensverhältnissedoch,alleWünsche zu befriedigen, die durch phantasievolle Neigung oder eingefleischte Gewohnheit in ihm lebendig erhalten wurden Die beiden Güter warfen ein ansehnlichesErträgnisab,diehypothekarischeBelastungeinzelnerGrundstücke und Neubauten wurde mit jeder Ernte geringer, und ein Kapital, das aus der Mitgift der Frau und den allmählich angewachsenen Ersparnissen bestand, war ineinemWürzburgerBankhausniedergelegt SylvestervonErfftkonntemehrere ReitpferdeundeinenKutschierwagenhalten,konnteeinziemlichausgedehntes Waldland pachten, um sich dem Vergnügen der Jagd hinzugeben, konnte mit Agathe, seinerLebensgefährtin,kleineReisennacheinernördlichodersüdlich gelegenen Residenz unternehmen, weil hier ein Konzert, ein Theater, dort ein geselliger Zirkel lockte, und war vor allem nicht daran gehindert, seine Bibliothekzubereichern,dennerwareinMannvonKenntnissenundlebhaften Interessen Doch an alledem fand sein heftiger Tätigkeitstrieb kein Genügen In seiner JugendhatteermehrereJahreinEnglandverbracht,undnachdemergeheiratet hatteundlandsässiggewordenwar,beschäftigtenihnlangeZeithindurchallerlei Reformpläne; er wollte das Pachtwesen und die Ưkonomieverwaltung nach englischemMustereinrichten;erregteVersammlungenderBauernan,indenen er vorschlug, d sie sich gegen den drohenden Industrialismus und die wirtschaftlicheAusbeutungalsstarkeGemeinschaftzurWehrsetzenmöchten;er ging sogar damit um, die Erbfolge in den deutschen Adelsfamilien nach dem VorbildderenglischenAristokratieumzugestaltenundrichteteeineEingabean den König, die von weitem Blick und Sachkenntnis zeugte, aber nicht im mindestenbeachtetwurde,sondernihm,alsetwasdavonverlautete,unterseinen Standesgenossen Feindseligkeiten und Spöttereien zuzog Sein Schwager, der MajorvonEggenbergaufEggenberg,stellteihnsogarwegendiesernärrischen Schrift, wie er sich ausdrückte, zur Rede; Sylvester schlug es ab, sich zu rechtfertigen, und lächelte nur, als der Major ihm sagte, wenn er einen so unbändigen Tatendrang verspüre, möge er sich doch wählen lassen und als Abgeordneter nach Frankfurt gehen Der Herr von Bismarck sei ja im Begriff, Deutschlands leibhaftiges Unglück zu werden, und man brauche Männer im KampfgegendiesenDrachen Von so beschaffener Politik wollte Sylvester nichts wissen Mehr als eine höfliche Teilnahme konnte er denen nicht widmen, die das Räderwerk der Staatsmaschine in Gang setzten; wer gut regierte, war ihm schätzbar, den schlechtenHerrnmachteneifrigeDienernichtbesser »IchliebemeineHeimat,« pflegte er zu sagen, »die Erde, die mich trägt und nährt, aber es ist mir gleichgültig,wasdiese Erde auf denLandkarten füreinenFarbenrandhat,und kein Minister kann von mir verlangen, daß ich ihm meine Steuern mit einem patriotischen Jubelgesang bezahle.« Wie so viele aufgeklärte und überlegene GeisterverstanderseineZeitnichtrecht EsschienihmeinetoteZeitzusein; eineleereundnüchterneZeit,eineZeitderSpibürger,derschlechtenMusik, der schlechten Bücher, der geschmacklosen Mưbel und des unfruchtbaren Geschwätzes Ihm dünkte, man mache nur deshalb soviel Lärm, weil man die Dinge verwirren und die Ideen verfinstern wollte; er glaubte nicht an eine gedeihliche Zukunft, ohne Hoffnung blickte er auf sein Vaterland und ohne AnteilaufdietrügerischeErregungseinerMitbürger,dennalles,waserselbstzu ihremBestenhattevornehmenwollen,warschmählichmißlungen DadurchwurdenaberseinLebensmutundseineHeiterkeitkeineswegsgetrübt In den letzten Jahren hatte er eine große Vorliebe für Gartenkünste gefaßt, er hatte eine Orangerie gebaut und einen Gärtner aus Richmond kommen lassen; mitdiesemberieterstundenlangüberdieAnlageneuerWege,überPfropfungen undVerpflanzungen Agatheunterstützteihndabei,soweitsieesvermochte,und zuderRitterlichkeit,dieergegensieandenTaglegte,geselltesichDankbarkeit SiewarnurumzweiJahrejüngeralser;dieserUmstandmachtesieumsomehr zu seiner Freundin; bei jedem vortretenden Anlaß achtete er sie für gleichberechtigt Es gab auch Zank, denn er war jähzornig und nicht ohne Launen, und Agathe war nicht die Person, die sich sklavisch unterwarf, aber jedesmal fühlte sie sich entzückt durch sein williges Bemühen, ein Unrecht vergessen zu machen, das er ihr zugefügt Manchmal konnte er sie mit seinen NeckereienbiszuTränenbringen;dannnahmeramAbendirgendeinBuchmit schönenGedichtenundlasihrvor ImdrittenJahreihrerEhewarihneneinKind geborenworden,einMädchen;eshiSilvia,warjetztsiebenJahrealtundsehr schưn AmVaterwieanderMutterhingesmitderüberschwenglichenKraft,die der frühen Jugend eigen ist, und mit seiner geschmeidigen Gestalt und seinem heiternAntlitzwandelteerdurchdieTräumedesKindeswieeinGott Von irgendeinem Tage ab, niemand konnte genau sagen von welchem, veränderte sich Sylvesters Wesen ganz und gar Eine unentschiedene, schwankende, zweifelvolle Stimmung war ihm anzumerken, eine Unlust, die sich bis zur Verdrossenheit steigerte und die Agathe mehr und mehr Besorgnis einflưßte Bisweilen versuchte sie es, ihn aus sich herauszulocken, aber er antwortetenurmiteinemAchselzuckenundeinemfremdenBlick Erhörteauf, sichmitSilviazubeschäftigen;wasermitdemKindredete,klanggezwungen undzerstreut UmsonstgrübelteAgatheüberdieUrsachederVerwandlungnach Umsonstließ sie Leckerbissen für ihn kochen; umsonst machte sie ihm einen englischen Hühnerhund und ein neues Jagdgewehr zum Geschenk; umsonst waren ihre Anstrengungen,ihnaufzuheitern;erschienwieeingemauert EinesTagestratsie in sein Zimmer und beobachtete ihn, wie er, den Rücken gegen sie gekehrt, unbeweglich vor dem Spiegel saß Sie erschrak über den Ausdruck seines Gesichts,denihrderSpiegelzeigte Sienähertesichihm;erhörtesienicht Er hatte den Kopf auf die Hand gestützt, und sein Blick war verloren auf das Ebenbild gerichtet Sein Auge war voll Schwärze; um die Brauen hatten sich dunkleEntschlüssegeballtwieWolkenumeinGebirge;ausdenLippenschien eineqlendeFrageunhưrbarzudringen Agatheschlichdavon,undalssieden Flurerreichthatte,rangsiestummdieHände Ein anderes Mal geschah es, d sie ihn, es war mitten in der Nacht, in der Bibliothek unermüdlich auf- und abgehen hörte Sie lag im Bett, aber schlafen konntesienicht JelängersiedemGeräuschseinerSchrittelauschte,jewacher wurden ihre Sinne Endlich erhob sie sich, umhüllte die Schultern, verließ das ZimmerundgingnacktfüßigdieTreppehinauf Leisepochtesie,dennsiewollte ihnnichtüberfallen,aberalssiedieKlinkeherabdrückte,merktesie,daßdieTür verriegelt war Im selben Augenblick erlosch der Schein in den Ritzen und Spalten, und drinnen wurde es still Kein Zweifel, daß er das Klopfen gehưrt, und d er wte, Agathe sei es, die vor der Schwelle stand So genügt also, dachteAgathe,dasBewußtseinmeinerNähe,umihnmitFurchtzuerfüllen,mit Furcht und mit solchem Abscheu, daß er die Lampe ausbläst, um mich zu verscheuchen AmandernMorgenübergabsiedasKindderPflegeihrerWartefrauundfuhrzu ihrerSchwesternachEggenberg IhremGattenhinterließsieeinpaarZeilen,des Inhalts,daßsieSehnsuchtnachderSchwesterempfindeundsichfürdieReise umsoleichterentschlossenhabe,alssieannehme,daßerihrernichtbedürfeund eine Trennung von acht oder zehn Tagen ihm in seiner gegenwärtigen Verfassung vielleicht willkommen sei Sie lebte bei Schwester und Schwager wie in einem peinvollen Exil, doch stellte sie sich völlig harmlos, und kein Wunsch,drohendeGefahrenzuerörtern,warihranzusehen;eswidersprachdem GrundgefühlihrerNatur,eineSachevorandereOhrenzubringen,dieeinernur mit sich selbst und seinem Partner ausmachen kann Indessen wartete sie von Tag zu Tag auf Nachricht; eine ihr eigentümliche Halsstarrigkeit hinderte sie daran,dieFristzubrechen,diesiesichselbstgesetzt,undalssienachVerlauf von eineinhalb Wochen wieder in Erfft eintraf, erfuhr sie, daß Sylvester schon vier Tage vorher abgereist war Er hatte Adam Hund mitgenommen, seinen Diener aus früheren Jahren, den er nach seiner Verheiratung mit einer AschaffenburgerBierbrauerstochteralsVerwalterinDudslochangestellthatte Kein Brief, kein Zeichen meldete ihr, wohin er sich gewandt Frau Österlein, Silvias Pflegerin, erzählte, er sei in der Nacht zuvor an das Bett des Kindes getreten,habe esausden Polsterngerissenund anseineBrustgedrückt;Silvia habe jedoch fest geschlafen und von dem Zwischenfall nichts in Erinnerung behalten FastgleichzeitigbekamAgatheeinePostdesWürzburgerBankhauses, worinihrordnungsgemäßmitgeteiltwurde,daßHerrvonErfftdieSummevon zweitausendTalernbehobenhabe Agathe begab sich in ihr Zimmer, setzte sich hin und wühlte die Stirn in die WinkelbeiderArmewieineinVersteck SieschämtesichvordemMittagslicht, und die erste Frage an ihr Inneres war, welchen Makel sie auf sich geladen, welche Sünde sie unwissentlich begangen haben könne Sie war bereit, jeden FehlerinsichselbstzusuchenundhättesicheinesVerbrechensbezichtigt,wenn sieesnurzuentdeckenvermochtunddadurchKlarheiterlangthätte DasHerz, das ihr am teuersten war, in geheimnisvoller Weise umschleiert zu wissen, dünkte ihr unerträglich Desungeachtet bewahrte sie vor den Leuten ihre Haltung, und kein Späherauge war imstande, hinter den wohlwollend ernsten ZügendennagendenKummerzubemerken SovergingeineWoche AneinemNachmittagstandAgatheimHofundsprach mitdemInspektor,dakamderBoteundreichteihreinenBrief Ohnezusehen, spürte sie, daß der Brief von Sylvester war Diesmal versagte die Selbstbeherrschung:ihreHandzitterte,ihrGesichterbleichte SieeilteinsHaus; imWohnzimmermußtesiesichandiezugeworfeneTürelehnenunddieerregte Brusterstausatmenlassen,ehesiedieBriefhülleaufriß Dannlassie,undihre angespannteMienewurdemitjederSekunderuhiger,aberauchverwunderter DersonderbareMannschriebihr,alsobesdienatürlichsteSachevonderWelt sei, daß er sich fern von Haus und Hof befand und als ahne er nichts von AgathesHerzensunruhe ErwußteseineMitteilungenineinenanmutigenStilzu kleiden;eswarseinevorzüglicheGabevonjehergewesen,aberniefrüherund nie mit solchem Recht hatte Agathe dieser Gewandtheit so tiefes Mißtrauen entgegengesetzt;dieglattenundschmuckhaftenWendungenerschienenihrwie Lügen, und sie bedurfte der Mühe großer Selbstüberredung, damit die festgegründeteAchtungsichnichtverringerte,diesiegegenSylvesterhegte Er schriebihrvongleichgültigenBekannten,dieergetroffen,vonderFamiliedes Präsidenten,woerdiniert,vonderEinladungdesGroßherzogs,nachKarlsruhe zu kommen, von seiner Reiselust, von einem schlechten Theaterstück das er gesehen;dannfuhrerfort:»IchbewohnezweielendeZimmerimGasthof,hoch oben im dritten Stock, denn wegen der Nürnberger Messe ist alles überfüllt DochhatmirdiesesUngemachzueinemkleinenAbenteuerverholfen Indem FenstergegenüberisteinesAbendseinjungesMädchenaufgetaucht Wirhaben einanderindieAugengesehenwiezweiWesenvonverschiedenenSternen Sie ist mehr als jung, das Blut in ihren Adern singt vor Jugend; dabei ist sie melancholisch wie alle Aufwachenden, mit ihren schwarzen Judenaugen klagt siemirdasLeidenvonvielenGeschlechtern,undihreGebärdensindunbeholfen wiebeiGefangenen WennichmitdeVriendtsSchachspiele,denkeichansie, wennichdurchdieödenSälederResidenzgehe,ummeinegeliebtenTiepolos anzusehen, begleitet sie mich wie eine flehende Sklavin Rätst du mir, sie zu verführen,Agathe?Siezuverführen,nurumsieloszuwerden?Ichweiß,dulegst aufeineTreuekeinGewicht,diesichnurumdesScheineswillenbehauptet Du hältst ja wenig von den Sinnenfreuden, zu wenig vielleicht, um mich ganz zu verstehen So weit ich Tier bin, duldest du mich, deine Nachsicht ist zu ỹberirdisch,alsdaòsiemichnichtdemỹtigensollte.ô Agathe lieò das Blatt sinken und ihre Augen trübten sich gedankenvoll Das klangwieIronie;fürIroniefehlteihrdasVerständnis NacheinerWeilelassie weiter: »Ich war nie der Ansicht, daß Blutstrieb ein Brandmal der Kreatur sei SollichmeinenGelüsteneineLarveaufstecken,mitdersieheuchlerischinmein Lebengrinsen?LiebeistetwassehrWeihevolles,aberauchetwassehrIrdisches, undwirmüssennichtfürchten,gemeinzuwerden,wennwirunschuldiggenug sind, unsern Körper zu achten Ich mache mir nichts aus der schmachtenden Orientalin, ich mache mir aus keiner was, es ist nur Begehrlichkeit, und nur lahme Seelen sind begehrlich Meine Seele ist lahm, Agathe, sie muß geheilt werden IchwerdemeinenAufenthaltverọndern Wohinichgehe,kannichnoch nichtsagen;wannichzurỹckkehre,kannichauchnichtsagen HabGeduldund vergiòfỹreinigeZeitdeinenSylvester.ô Es war Agathe zumute, als fließe Quecksilber über ihre Finger Sie faßte nicht die Worte; aus einem vertrauten Antlitz sprach eine unbekannte Stimme; ein böser Geist täuschte die Gestalt eines Freundes vor Er ist krank, fuhr es ihr durchdenSinn,unddanunSilviamitgroßfragendenAugenvorsiehintrat,als ahnedasKinddenSchmerzundZwiespaltderMutterundforderestummeine entscheidende Handlung, beschloß sie zu ihm zu gehen Es war Abend geworden,alssiediesenVorsatzgefaßthatte,sieschicktezumInspektorhinüber undbestelltedenWagen AmandernTag,inziemlichfrüherMorgenstunde,fuhr sieindieStadt EswarumeineStundezuspät Agathe stammte aus einer angesehenen Adelsfamilie, die im Nassauischen begütert war Ihr Vater hatte lange Zeit in Frankreich gelebt, hatte dann in Deutschland tätigen Anteil an der Revolution genommen und war in den MärztagendurcheinenunglücklichenSchgetưtetworden Siewardiejüngste unter sieben Schwestern, die man wegen ihrer Schönheit die Plejaden nannte IhrenGattenhattesiebeieinemHofballinDarmstadtkennengelernt,Sylvester standdamalsimachtundzwanzigstenLebensjahr ErhattenichtdieAbsicht,zu heiraten ErhatteeinVorurteilgegendieEhe,dasihmberechtigtschien,weiles durch vielfache Erfahrung und mancherlei Einblick in das Eheleben anderer Menschen erzeugt und erhärtet worden war Er wollte seine Freiheit nicht verlieren; er hatte Angst davor, an ein Haus, an eine Stube, an einen Tisch gefesseltzuwerden;erwünschtenicht,seineSelbstbestimmungeinzubüßen;er trugkeinVerlangennachFamilienfriedenundungestưrterIdylle,erwarzusehr andieAufregungendesUngefährs,andieZufälleundAbenteuerlichkeitendes Umherschweifensgewöhnt ErhattevielvonderWeltgesehen,aberdochnicht genug, die Lockrufe in ihm waren noch nicht verstummt Dies alles sagte er Agathe Ersagteihr,dernichtfürsichbürgenkưnne Allein Agathe wußte ihn zu überzeugen, daß eine gemeinschaftliche Existenz mitihrzuseinemGlückausschlagenwerde,undjelängerersiekannte,jemehr warergeneigt,ihrzuglauben ErnahmeineArtvonTatkraftinihrwahr,dieer noch an keinem menschlichen Wesen bemerkt hatte Es war die Tatkraft gewisser Pflanzen, die aus zartesten Anfängen zu einer unwiderstehlichen Gewaltemporwachsen,mitdersieAbgründeüberbrückenundFelsenzerreißen DiesernichtzubeirrendeWillemachteihnzumUntertanAgathes,ohnedaßer eswußte Erbewundertesie,ohneeszuwissen Siekonnteihneinfachrauben, denn der Widerstand, den er ihrer Liebe entgegensetzte, hatte seine Quelle in einer sonderbaren Furcht vor ihr, Furcht vor ihrer Entschlossenheit, vor ihrem Mut, ihrer naiven Leidenschaft und dem stürmischen Tempo, in dem sich ihr GeistundihrHerzbewegten,lauterDinge,denenersichnichtgewachsenfühlte Er war nicht stark in Handlungen, nicht einmal in Überlegungen, nur seine EindrückewarenvongroßerTiefeundUnvergeßlichkeit Sieliebteihnmitdem ganzenUngestümihrerNatur Erließsichvonihrlieben,undandiesemPunkt begannseineSchuld ObwohlerihreLiebeerwiderte,gabersienichtfreiwillig her, sondern er gewöhnte sich so daran, sein Gefühl erobern zu lassen, d er vưllig passiv wurde und jeden Zoll zu bezahlen versäumte Sie verlebten glückliche und reine Tage, aber Agathe bemerkte nicht, daß sie ihrem Mann bequem wurde Sie schien ihm zur Gefährtin auserlesen, ja er sah in ihr das WundereinerGefährtin,abermitderZeitwurdeihmdiesselbstverständlich Sie ließihmnichtszuerratenübrig,sieenthülltesichinjedemAugenblick,undin jedem Augenblick ohne Rückhalt und ohne Vorbehalt Wäre sie nicht so reich erschaffen worden, in seiner Nähe hätte sie bald verarmen müssen, denn alles wasinihmschenkenundbauenkonnte,wurdeihrgegenüberstummundlustlos Trotzdem war ihm ihre Gesellschaft unentbehrlich, die Jahre gingen hin, die aufwachsende und zum Menschen werdende Silvia kettete sie noch fester aneinander,biseinesTageseineUnruheinSylvestererwachte,überdieersich langekeineRechenschaftgebenkonnte AneinemMorgenfingesan,alserinihrSchlafzimmertrat Agathesaßvordem Spiegel und frisierte sich Dieses Schauspiel habe ich schon viele tausendmal gesehen, zuckte es Sylvester durch den Kopf Agathe begann von Wirtschaftssorgenzusprechen,underhörtenichtdenSinnihrerWorte,sondern nur den Klang ihrer Stimme Und irgend etwas in dieser Stimme, sei es der bekannte Tonfall, sei es die bekannte Folge der Worte, erbitterte ihn in einer höchst ungerechten und sein eigenes Gefühl beleidigenden Weise Er wartete, welche Bewegung sie machen würde und riet im stillen, daß sie den Kopf an einer genau von ihm bestimmten Stelle fassen und auf die linke Hand stützen würde Esgeschahso,undseineErbitterungverwandeltesichinWiderwillen Er sah ihre auf den Stühlen liegenden Kleider, die Schuhe, Bänder und Wäschestücke, und jeder einzelne dieser Gegenstände vermehrte seinen unheimlichen Haß Die Decke ihres Bettes war zurückgeschlagen, und der Geruch des Frauenkörpers, der dem Linnen zu entströmen schien, erweckte keineBegierdeoderZärtlichkeitmehrinihm Von jener Stunde an wuchsen Unlust und Unzufriedenheit beständig in seinem Innern Daß sie darunter litt, blieb ihm nicht verborgen, und er freute sich dessen; ihm war, als müsse er Rache an ihr üben, ihm war, als hätte er durch Agathe seine Jugend verloren, als wäre sie die Diebin seiner Illusionen und seiner Hoffnungen Die zehn Jahre, die er an ihrer Seite verbracht, erschienen ihm wie ebenso viele Jahre der Verbannung und der Kerkerhaft Eine schrecklicheAngstvordemAltwerdenpackteihn,undderSpiegelwurdeihm zumZeugenderZerstörung DerAnblickderFurchen aufseinerStirnundder UnebenheitenseinerWangenverfinsterteseinenGeist,undoft,wennerüberden Vernichter grübelte, der so tückisch unter der Epidermis wühlte, über dies langsameHinschwindenundNiederbrennen,erfaßteihneinequälende,aberin ihreminnerstenKernbeglückendeSehnsucht,dieeranfangsnichtzubetäuben versuchte Eines Nachmittags saß Agathe mit der kleinen Frau des Inspektors zusammen Sie schwatzten über Frauensachen, Sylvester hatte am Tisch Platz genommen und las in einem Buch; bisweilen blickte er zu den beiden hinüber und da bemerkte er, daß die kleine Inspektorin ebensooft einen raschen, erkundenden Blickaufihnwarf Erbeobachtetesieschärfer,undsiespürteessofort,dennsie versteckte die Füße unter dem Kleid, und Schultern und Arme zeigten jene kokettenhalbenBewegungen,diezugefallenberechnetsind Eslagdarinetwas Belebendes für Sylvester Die sinnliche Strömung, die zwischen ihm und dem Seltsam war es für Sylvester, den guten Adam so zu erblicken, unter den wettergebräunten, bärtigen Leuten, am Herdfeuer stehend und mit philosophischerRuhePfannkuchenbackend Weitentferntwarenandersgelebte Tage, Bilder des Glanzes, Stunden, deren Schmerz sogar wie rührende Musik nachhallte,Erregungen,derenGrunderkaummehrfaßte Nunwarallessowild, so schwarz, so naß, so fiebergleich, die Geschehnisse so groß und ohne sein Zutunwachsend,dieDingesowahr!OhneseinZutun,unddochwarallesTat, ganz anders als vordem, wo mit seinem Zutun fast alles nur Erleiden gewesen war Eines Tages, als er seine wundgelaufenen Füße verband, brachte ihm ein altes Mütterchen eine Salbe, die sie für ihre beiden Söhne gemischt hatte, welche beidevorSt Privatgefallenwaren IhreFreundlichkeiterschütterteihntieferals allesgeseheneElend,unddieWorteKriegundFeindklangensinnlos Undals sieineinDorfkamenundvorderTüreinerSchenkeeinjungesMädchenstand, in einer koketten roten Jacke, einen blumengeschmückten Hut auf dem reizendenKopf,traterzuihrundunterhieltsie,indemerihrvonderKaiserin Eugenie erzählte und deren Schönheit rühmte Da fragte sie zutraulich, ob es wahr sei, daß Frankreich bisher alle Schlachten verloren habe Er bejahte, worauf sie den Kopf senkte und bitterlich weinte O, Menschheit, dachte Sylvester,undihmdünkte,alssteheerhilflosaufeinerPlankeimOzean Sie rasteten in einem von Franzosen verlassenen Biwak Zeitungspapier, Proviantreste,Waffen,KleidungsstückeundzersplitterteGranatenlagenumher Sylvesterschrieb aufderTrommeldesTambourseinenBriefanAgathe Dann bereitete er sich unter einem Birnbaum ein Bett aus Zeltdecken Der Regen durchnäßte ihn bis auf die Haut, und er konnte nicht schlafen Im Norden war der Horizont gerötet Um ein Uhr nachts wurde alarmiert Sie zogen weiter Flammengarben sprühten über den Himmel Von allen Seiten marschierten Truppen heran Die von der fortwährenden Spannung und Erwartung mehr als vondenStrapazenermüdetenSoldatenfühlten,daßdieStundederEntscheidung angebrochensei InderNähedesDorfesBuzancystießensiezuihremBataillon Einige Jäger warfen heimlich die Spielkarten fort, mit denen sie sich in den QuartierendieZeitvertriebenhatten SylvesterverspürteeinkaltesRieselnlängs derRückenrinne,aberseinHerzbliebruhigundseinAugeklar Erhattenurden Wunsch, möglichst bald ins Treffen zu kommen; hinter den Linien zu stehen, warsoqualvoll,wieeinenMörderimNebenzimmerzuhören Unbestimmbare drohende Geräusche drangen von weit- und nahher durch die außerordentlich finstere Nacht Den Mannschaften wurde die grưßte Stille befohlen Ein Ordonnanzoffizier sauste auf seinem Pferd von Sommerance herüber Sylvester kannte ihn »Gibt's was Neues?« — »Wir greifen an.« — »Bald?«—»Wahrscheinlich.«Ersprengtedavon Gegen die über den Strom geschlagene Schiffsbrücke ritt in langsamem Trabe einpreußischesDragonerregiment DannjagteeineBatteriequerüberdasFeld Sie protzten ab, schossen jedoch nicht Jetzt stieg hinter den Hügeln, gegen Sedanzu,eingewaltigerFeuerscheinauf Der Unterjäger, der hinter Sylvester stand, fluchte, weil ihm sein Hosengürtel gerissen war Ein Mann aus der Korporalschaft bot ihm den seinen an Es war ein kleiner dicker Mensch, im bürgerlichen Beruf Flötenspieler an einem Theater; er hatte sich immer durch Munterkeit ausgezeichnet, war jedoch seit einigen Stunden auffallend schweigsam »Und du? Was wirst du machen?« fragtederUnterjägererstaunt »Achich,ichwerdejadochheutetotgeschossen,« erwiderte der andere mit vollkommener Ruhe und schnallte seinen Gürtel ab SylvesterdrehtesichnachdemManneum WederPrahlereinochAngstwarin dem pausbäckigen Gesicht zu bemerken, nur stumme, selbstverständliche Ergebung Der Premierleutnant hatte ebenfalls die Worte des Soldaten gehört undwandteihmseinhageres,inderBrandglutdoppeltunheimlichesGesichtzu Mit ihm hatte es eine eigene Bewandtnis; er hatte vor fünf Jahren wegen irgendwelcherUnregelmäßigkeitendenDienstquittierenmüssen AlsderKrieg ausgebrochenwar,hatteersichgemeldet,undmanbrauchteihnnuranzusehen, umzuwissen,derfestentschlossenwar,denTodinderSchlachtzusterben unddamitseinenMakelauszulưschen DerFeuerscheinverlohte Eswurdewiederfinster IneinemGehửftkrọhtemit durchdringenderStimmeeinHahn DieSoldatenlachten ằDemisteinzugroòes Gedrọnge dahier,ô witzelte einer ằRuhe!ô schrie der Hauptmann wütend Plötzlichkrachteesrechtsvorn EinAdjutantbrachtedenBefehl,dasBataillon solleüberdenBahndammmarschierenundgegendasDorfBazeillesvorrücken DieAbteilungsetztesichinBewegung,erstiegdenDammundüberschrittden Strom auf der Eisenbahnbrücke Sylvester konnte das von dichtem Nebel bedeckte Gelände überschauen Wenn aus fernen Geschützen die Blitze auffuhren,sahderNebelwiebrennendeBaumwolleaus EinzweiterBefehltraf ein:dasBataillonhabevorläufignochinReservezubleiben ằHinterdenDamm zurỹck und niederlegen!ô hieò es Mit klopfenden Herzen warfen sich alle ins feuchteGras AufeinmalerschallteeinheftigesKleingewehrfeuer DaswarinBazeilles Ein Generalstäbler berichtete, das Dorf sei von vier Regimentern französischer Marine-Infanterie und einem Teil des Korps Lebrun besetzt; es habe feste steinerneHäuserundderAngriffseierschwertdadurch,daßdieEinwohnerim Bunde mit den Soldaten schưssen und die Stren durch Barrikaden versperrt seien Sylvester und der Premierleutnant begaben sich auf den Damm Die meisten Häuser von Bazeilles brannten schon Die wachsenden Flammen erstickten förmlich den aufdämmernden Tag Rings um das ungeheure Schlachtfeld donnerten die Kanonen Die Erschütterung des Luftkreises vertrieb den Nebel, dafür wallten die weißlichen Dampfmassen aus den Schlünden der Geschütze und der schwarze, wurmartig gekrümmte Rauch von den brennenden Häusern empor Chassepotkugeln zischten durch die Luft, und Sylvester und sein BegleiterwolltensichebenwiederindieDeckungbegeben,alsdasKommando: »Vorwärts!Ausschwärmen!«ertưnte DenDegeninderFaust,marschierteSylvestervorderSchwärmerketteüberden Dammundjenseitsherab Erwundertesichdumpf,alseinStückHimmelüber ihm herrlich blau erstrahlte Weit drüben im Gelände erblickte er ein ameisenhaftes Gewimmel rothosiger Soldaten Sie sahen aus wie die Mohnblumen in einem Kornfeld Auf allen Höhen, stundenweit im Umkreis, siedete der sonnenbeleuchtete Dampf Das Donnern, Knattern, Sausen und Zischen hatte etwas Unwirkliches wie im Traum Verwundete wurden vorübergetragen;ihrStöhnenundWimmernverlorsichimallgemeinenGetöse IneinerAckerfurchelageinmenschlicherArm SylvesterhattedieEmpfindung, er komme nicht vom Fleck, trotzdem er und seine Leute schnell gingen Das gespenstische Knarren einer Mitrailleuse li ihn neugierig herumschauen; es warwieeintierischerLautunddurchschnittdasHerz DerkleineFlưtenspieler machteplötzlicheinenSprungundstürzteaufdasGesicht Wiekannmannurso ungeschickt sein, dachte Sylvester und rief ihm zu, er solle aufstehen Ein Kameradbeugtesichüberihn »Eristtot,«sagteer ImselbenMomentfielauch dieser,indenKopfgetroffen,wieeinStückHolz Warumderundwarumnicht ich?dachteSylvesterverwundert DichtvorBazeilleslagdasalteSchloßDorival VerwitterteAmorettenblickten ausdemGesträuch ImVorbeiziehenhatteSylvesterdasnämlicheGefühl,daser alsKnabegehabt,wennerzurSchulehattegehenmüssenundaufdemWegeine Spielverlockunganihnherangetretenwar Da platzte zwei Schritte neben ihm eine Granate; einem Mann an seiner Seite wurdewiedurcheinunsichtbaresBeilderKopfvomRumpfegerissen;erging noch einen Schritt und brach zusammen wie Asche Am Eingang des Dorfes lagendieTotenzudreienundvierenübereinander DerErdbodenwarmitBlut begossen In einer Rinne rann das Blut, wie sonst das Regenwasser nach dem Regen ObwohlamHimmeldieSonneschien,waresindenGassendüsterwie amAbend AusallenFensternstarrtenGewehrläufe,auchausdenFensternder brennenden Häuser Aus mancher Kellerluke krachte ein halbes Dutzend Schüsseaufeinmal JedeBarrikadewarmitHundertenvonLeichengepflastert Viele lagen mit friedlichen Gesichtern da, als ob sie schliefen, andere wieder zeigteneinenAusdruckgrimmigsterQual ImmerneueAbteilungenrücktenvor, frenetisch jubelnd stürmten sie in die Hauptgasse, und nach einigen Minuten waren sie hingemäht Jedes einzelne Gebäude mußte wie eine Festung erobert werden Aus den brennenden Räumen drang das Geschrei der Weiber und KinderindenHöllenlärm VondemeinstürzendenGebälkderDächerprasselten ununterbrochenFunkenherab AufeinerBrunnenstufegewahrteSylvestereinen schwerverwundeten Jäger des dritten Bataillons Dem Mann war die Hüfte zerschossen,underschienDurstzuleiden SylvestergeboteinemSoldaten,ihm Wasserzureichen,aberderVerwundetebatumeineZigarre DerSoldatgriffin dieTasche,gabihmdieZigarreundzündetesieauchan,währendumihnherdie KugelnwieHagelschloßenfielen NachdemjenerdieerstenZügegerauchthatte, starb er Sylvester ging weiter und sah seinen Premierleutnant tot auf einem HaufenandererTotenliegen,rosigenSchaumüberdenLippen Die dritte Kompagnie unternahm einen Sturm gegen ein Gebäude, das etwas außerhalb des Dorfes lag und von den Franzosen mit wildester Wut verteidigt wurde Die Mauern des Hauses waren schwarz vor Alter; es hatte zwei Erker, und die Fenster waren vergittert Jedes der beiden Stockwerke hatte sechs Fenster, an jedem Fenster standen die Soldaten enggedrängt, und die Erschossenenwurdensogleichwiederdurchandereersetzt DieGranatenhatten dasDacheingeschlagen,aberbisjetzthattenochkeinegezündet Auchausdem Sparrenwerk des Daches schossen die Feinde herab, und wie alle früheren Angriffe, wurde jetzt der Angriff der dritten Kompagnie zurỹckgeschlagen ằFolgtmir,Jọger!ôriefSylvesterundverlieòmitseinemZugdieDeckungeiner Hofmauer Die Leute waren sämtlich sehr blaß, gehorchten jedoch dem Befehl miteinemrachsüchtigenHurrageschrei VieledrücktendieAugenzu,während sieliefen DievierteKompagnie,derenHauptmanngefallenwar,vereinigtesich mitSylvestersAbteilung Einerumdenanderenstürzte Sylvestervernahmden süßlichen U—i-Laut, mit dem die Kugeln an seinem Ohr vorüberpfiffen Auf einmal taumelte er und hatte ein Gefühl, als sei der linke Arm von einem fürchterlichen Keulenschlag getroffen worden Einen Augenblick verweilend, bemerkte er, daß das Blut aus dem Rockärmel floß Zugleich sah er mit einer Kampfesaufregung, die ihm Schwindel verursachte und ihm in einem tiefen, ganz stillen und sonderbar wachsamen Winkel seiner Seele kaum verständlich dünkte, daß seine Jäger endlich bis an die Mauer jenes Hauses vorgedrungen waren,wodieLeicheninHügelnlagen SiehattendieGewehreumgedrehtund schlugen,zwanzigzugleicherZeit,mitdenKolbenwiemitHämmerngegendas massiveTor AngelnundSchlgabennach,auchdieFassungzersplitterte,das Haus war gffnet, und die Tapferen erstiegen die drei Stufen; mit gefällten Bajonetten stürzten sie in den Flur Eine Salve empfing sie, mehr als dreißig verhauchtenihrLeben,dochfürdieübrigenwarkeinAufhaltenmehr Sylvester drängtesichebendurchsiehindurchindenFlur,alser,wiezueinerBildsäule verwandelt,stehenblieb DerFeldwebelderviertenKompagniehattedieVerteidigeraufgefordert,sichzu ergeben Einige der französischen Soldaten hatten unwillkürlich die Gewehre gesenkt DarauftratihrLeutnantvorundriefdreimalmitstarkerStimmeundin einem Ton von ọuòerster, ja unbegreiflicher Verzweiflung: ằJamais! Jamais! Jamais!ôZugleichriòereinemseinerLeutedasGewehrausdenHọndenund legteesan Diesen Mann gewahrte Sylvester jetzt Er gewahrte ihn während des kurzen Zeitabschnittes,inwelchemsichderOffizierdesGewehrsseinesUntergebenen bemächtigte und es an seine Schulter preßte Er sah den festen, eigentümlich gelben und in seiner Gelbheit und vernunftlosen Raserei geradezu tigerhaften Blick,—daerkannteerdasGesichtnochnicht EineSekundespätererkannteer es DieGeschehnissegingeninsorascherFolgevorsich,daßderGeistmiteiner erstaunlichen Schnelligkeit auffaßte und arbeitete Von dem Moment des Anlegens der Waffe, der auf ihn gerichteten Waffe, bis zum Abfeuern des Schusses erkannte Sylvester nicht nur dieses Gesicht, erinnerte sich nicht nur allerfrüherenBegegnungenmitdemManne, alles dessen, was zwischenihnen lag, kombinierte er nicht nur die Art des jetzigen Zusammentreffens, wunderte sichnichtnurüberdieschmerzlicheFügung,sondernempfandaucheinehưchst gesteigerteliebendeTeilnahme ZuspätrangsicheinSchreiausseinemMund »Achim!«DerHahndesGewehrswarschonabgedrückt Sylvesterbrachindie Knie Kaum hatte Achim Ursanner den Schrei vernommen, als er hinzueilte »Sylvester,« rưchelte er, erhob die Augen und umkrallte mit den Fingern den Hals Ein Unterjäger, vermeinend, daß der feindliche Leutnant seinem verwundeten Offizier noch zu Leibe wolle, hatte sich mit dem Gewehre in Positur gesetzt und stieß dem nahenden Ursanner das Bajonett mitten durchs Herz Nun kamen die französischen Soldaten vom ersten Stock und vom Dachbodenherunterundbegannenneuerdingszufeuern DerFeldwebelpackte denstarrenKưrperSylvestersundzogihnüberdieStufenaufdieStre,woer unter grauenvoll verrenkten und verkrampften Toten liegen blieb Unterdessen stürmte die erste Jägerkompagnie unwiderstehlich an, und nach einer ViertelstundewardasschrecklicheHausinihremBesitz SylvesterwarnichtvưlligohneBesinnung Erwte,derverwundet,schwer verwundet war und daß er wahrscheinlich verbluten würde, wenn keine Hilfe kam DesungeachtetfühlteerkeinenSchmerz;auchTodesfurchtspürteernicht, ganz im Gegenteil schienen ihm seine Gedanken durch eine ungewöhnliche prickelnde Leichtigkeit ausgezeichnet Er bildete sich ein, am Meeresstrand zu liegen Die Wellen benetzten seine Kleider, und es war eine angenehme EmpfindungvonGefahr,wiesieimmernäheranseinenKưrperrückten Zuerst glaubteer,dersichinBangorbefinde;erglaubteesdeshalb,weilAnnaEwel unweitvonihmeineSchürzewuschundsieanderTüreinerBadehütteaufhing Dannabersagteersich,esseiUnsinn,BangorhabegarkeinenStrand,auchsei dort der Ozean nicht so blau Wo bin ich denn? Wo bin ich denn eigentlich? quälte er sich Da fiel ihm ein, daß das Gestade zwischen Amalfi und Salerno ebensosanftundlieblichwarwiehier;ergewahrteauchdieolivenumwachsenen Hänge Wie oft hatte er sie auf der Jagd nach Eidechsen durchstreift! Damals hatte er Eidechsen gefangen, denn er hatte eine Römerin geliebt, die viele Eidechsen in einem Glashaus hielt und fütterte Nun kam sie selbst; er hatte ihren Namen vergessen »Tut nichts,« lachte ein Fischer, der eben seine Netze aus dem Boot zog, ằwir heiòen sie Angiolina.ô Der Klang dieses Wortes berauschteihn AufeinmaltrabtenzweiungemeinzierlicheEselvorbei,undals er sie neugierig betrachtete, sah er, daß das Sattelzeug aus zusammengesetzten Spielkartenbestand DasisteinRacheaktvonLordAlbany,dachteerundballte die Faust Es wurde Nacht, und eine Person mit einer unvergleichlich schönen Stirn kniete neben ihm »Bist du es wirklich, Gabriele?« fragte er leise Sie ergriffseineHändeundwährendmiterbittertenMienenTausendevonMenschen auftauchten, begann sie zu singen Da hatte er den herzzerreißenden Argwohn, daßsieihnverachte,ihnzumbestenhalte,daßsiefalsch,listigundselbstsüchtig sei Sein Vater und seine Mutter kamen und zwischen ihnen Silvia Silvia trug einen Veilchenkranz im Haar Als er sie erblickte, fühlte er sich plötzlich aufgehobenundfortgetragen… Der ihn aufhob und forttrug war Adam Hund Seine Kompagnie hatte jenen letzten Angriff auf das Haus unternommen Durch einen Kolbenhieb am Kopf verletzt, war er niedergefallen und hatte dabei das bleiche, leblose Gesicht Sylvesters gesehen Dies gab ihm seine Kräfte wieder Er warf sich mit dem Gesicht auf dieBrustSylvesters undlauschte, obdasHerznochschlug So an derBrustseinesHerrnruhend,bezwangerzunächstseinSchwindelgefühl,dann, vonderHoffnungbeseelt,dnochLebenindemKưrpersei,raffteersichauf, hob den Bewtlosen empor und nahm ihn auf seinen Rücken, um ihn nach einem Verbandplatz zu schaffen Die Schlacht wütete mit unverminderter Heftigkeit DasStückFeld,dasAdammitseinerLastüberquerenmußte,warso vom feindlichen Feuer bestrichen, daß die Soldaten des elften Regiments, die jetzt zum Kampf rückten, sich nur kriechend vorwärts bewegten, und obwohl dreimalinseinerunmittelbarenNäheGranatenkrepierten,kümmertesichAdam darum nicht Ein Geschoß zerschmetterte ihm die rechte Hand Er fluchte wie ein Fuhrknecht, trabte aber unverdrossen weiter, bis er zwei Sanitätsleute gewahrte,denenerzuwinkte DaverließihndasBewußtsein Diese Heldentat eines getreuen Dieners gehört, obwohl sie in bescheidenes Dunkelgehülltblieb,zudenwunderbarsteneinesanrühmlichenundberühmten HeldentatenreichenTages Das Schloß Dorival war in ein Lazarett verwandelt worden, und hier fand SylvesterUnterkunft SeineHeilungmachteanfangsnurlangsameFortschritte, denndieVerletzungwarlebensgefährlichunddiePflegebeidergroßenAnzahl vonVerwundetennichtausreichend IndenZimmern,aufdenKorridoren,sogar indenKellernlagendieSoldateninlangenReihenundderAnblickdesBlutes undderfurchtbarenWunden,dasmarkerschütterndeGeschreiderLeute,denen Gliedmaßen abgesägt oder Geschosse aus dem Fleisch geschnitten wurden, bedrückteSylvestersGemütundmachteseinenLebenswillenstumpf Aber nach einer Woche, als es in den schönen alten Gemächern des Schlosses etwas ruhiger geworden war, kam Agathe, und unter ihren sorgsamen Händen nahm die Wiederherstellung Sylvesters einen rascheren Verlauf In den ersten beiden Nächten hatte sie in ihren Kleidern neben dem Lager des Gatten ruhen müssen, später verschaffte ihr der Oberarzt in der Wohnung des Kastellans ein notdürftiges Quartier Ihre Umsicht, Entschlossenheit und Unermüdlichkeit gereichtennichtnurSylvester,sondernauchvielenseinerLeidensgefährtenzum Segen SieschriebBriefefürdieVerwundeten,brachteihnenErfrischungen,half beim Verbinden, und ein bles Wort von ihr wirkte manchmal Wunder, ein BlickflưßteZuversichtein,eineBerührungzaubertedieHoffnunginverfinsterte Augen EsschieneineneueKraftübersiegekommen,eineneueSeele,eineneue Jugend IhrSchrittwarelastisch,ihreStimmesonorwieeinCelloundvonjener besonderenResonanz,dienurdieinnereFreudegibt DieruhigeHeiterkeitihres Lächelns erregte Sylvester oft, wie einen Gefangenen der Gedanke an die Freiheit erregt War sie ihm bisweilen fremd wie ein Bild, so war sie ihm zu andern Stunden vertraut wie eine Schwester; spürte er gleich für sie nicht das, was er Leidenschaft nannte, so stillte doch das Gefühl ihrer Gegenwart alle Unzufriedenheitinihm EinerätselhafteScheuverhinderteihnlange,ihrvonderBegegnungmitAchim Ursannerzuerzählen Alseresendlichtat,warernichtwenigbetroffenvonder Art, wie sie es aufnahm, ohne Staunen, ohne ein sichtbares Zeichen der Ergriffenheit OffenbardünkteihrdieFügungsoschicksalsvollundsomitdem innerstenSinnihresDaseins,ihrerZukunftverwebt,daßsieihmwährendseiner Erzählung den Eindruck eines Menschen machte, dem man ein Ereignis berichtet,dessenZeugeergewesenist Daerkannteer,wievielMärchenhaftes, Wunsch-undWahnversponnenesselbstineinerFrauwieAgatheverborgenwar, diemitihrenbeidenFüßenfestaufderwirklichenErdestand Wasaberdabeiin ihr vorging und wie sie das Geschehene in ihrem Geist ordnete, vermochte er nicht zu ergründen, wollte es auch nicht ergründen Ihm schien, daß dieses Geheimnissiereicherundreinermache EinigeTagespätersagtesiezuihm,der Gedanke schmerze sie, daß Achim Ursanner in einem Massengrab vermodern solle, und Sylvester versprach, dafür Sorge zu tragen, daß der Leib des unglücklichen Freundes eine würdige Ruhestätte erhalte Er bedachte aber die Schwierigkeitennicht,diederErfüllungeinessolchenVersprechensbegegneten Es war unmöglich, den Leichnam unter den Tausenden von Toten aufzufinden oderzuerfahren,inwelcheGrubeereingescharrtwordenwar Obwohl Sylvesters völlige Genesung noch mehrere Monate dauern mußte, erlaubtendieÄrztenachdreiWochendenTransportindieHeimat Dieserwurde auchmitschicklicherVorsichtundohneübleFolgendurchgeführt AdamHund begleitete Sylvester und Agathe Er hatte den Arm in der Binde, und es war ziemlich sicher, daß seine Hand lahm bleiben und nie wieder erquickende und nützliche Sentenzen auf allerlei Briefpapier verewigen würde, es sei denn, sie übertrug dieses Amt an ihre Gefährtin zur Linken Doch war Adam Hund deswegennichtverhindert,inseinemUmgangmitgewöhnlichenSterblichenein majestätisches Benehmen für angebracht zu halten, und trotzdem ihm Frau BrigitteHundnichtdenGefallenerwiesenhatte,mitihremGalandasWeitezu suchen,odernurinangreifbarerFormsichbloßzustellen,trotzdemsieihmnach wie vor die Suppe versalzte und den Brotkorb hoch hing, raubte ihm die Beimischung von Ehebitternis nichts von seiner innerlichen Glorie, ja sie war vielleicht ersprießlich, damit sein Selbstgefühl nicht zu einer Art von Trunkenheitwurde DieUrsachedeseitlenundverstiegenenWesenswar,daßer sich während des Krieges einen Vollbart hatte wachsen lassen und im Bewußtsein dieses männlichen Schmuckes, dessen ungeahnte Glücksquellen er nie zuvor ermessen hatte, von einer Begeisterung für seine eigene Stattlichkeit durchdrungenwar,dievieleMenschenunwillkürlichnötigte,einsoechtesund überzeugendes Gefühl zu teilen Es heißt, daß sogar Frau Brigitte gegenüber dieser unwiderstehlichen Kriegstrophäe Regungen von Zärtlichkeit an den Tag gelegthabensoll Schon im Frühjahr konnte Sylvester, von Agathe und Silvia begleitet, kleine Spaziergänge unternehmen Als der Friede geschlossen wurde, hatte er seine Gesundheit und Kraft zurückgewonnen Aus Dämmerung und Dunkelheit, aus ZerrüttungundVerwirrungstiegseinGeniuswiederansLichtemporundwares Notwendigkeit,daßersichbegnügte,sowaresVerdienst,daßersichbezwingen lernte Es war schön zu sein, noch schöner zu wirken, und was an unfrohen Triebenkeimteundwucherte,wurdedurchdievielfältigeMühsaldesTagesum so leichter beschwichtigt, als ja ein Mann von vierzig Jahren, wenn die Lebensuhrnichtstillesteht,mitderZeiteinMannvonfünfzigJahrenwird Ende EndofProjectGutenberg'sDerMannvonvierzigJahren,byJakobWassermann ***ENDOFTHISPROJECTGUTENBERGEBOOKDERMANNVONVIERZIGJAHREN*** *****Thisfileshouldbenamed15736-h.htmor15736-h.zip***** Thisandallassociatedfilesofvariousformatswillbefoundin: http://www.gutenberg.org/1/5/7/3/15736/ ProducedbyMarkusBrennerandtheOnlineDistributedProofreadingTeam Updatededitionswillreplacethepreviousone theoldeditions willberenamed 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ergründbare... angespannteMienewurdemitjederSekunderuhiger,aberauchverwunderter Der sonderbare Mann schriebihr,alsobesdienatürlichsteSache von der Welt sei, daß er sich fern von Haus und Hof befand... Jahre der Verbannung und der Kerkerhaft Eine schrecklicheAngstvordemAltwerdenpackteihn,und der Spiegelwurdeihm zumZeugen der Zerstörung Der Anblick der Furchen aufseinerStirnundder
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